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Das an der Georg-August-Universität Göttingen sowie an der Universität Bielefeld angesiedelte Forschungsprojekt setzt sich zum Ziel, übergreifende Strukturen der philologischen und poetischen Wirkmacht des schriftstellerischen Nachlasswesens erstmals systematisch und historisch zu erkunden. Innerhalb dieses globalen Fragehorizonts fokussiert das Projekt die spezifisch literaturwissenschaftliche Problemstellung, wie Schriftsteller seit circa 1750 auf die sich verändernde Situation im Umgang mit literarischen Nachlässen reagieren: Schlägt sich die Etablierung und Transformation des Nachlasswesens in poetischen Prozessen nieder? Verändert sich auch die literaturkritische und philologische Kommunikation über literarische Werke im Zuge dieses Prozesses?

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Im Mai 2017 ist der Band „Nachlassbewusstsein. Literatur, Archiv, Philologie 1750-2000“ im Rahmen der „Marbacher Schriften“ erschienen.

Nähere Informationen zu diesem Buch finden sich auf der Website des Göttinger Wallstein-Verlags (Link). Die Gliederung des Bandes haben wir hier (Link) zum Download hinterlegt.

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Zwischen dem 4. und 6. September 2013 fand – in Kooperation mit dem Deutschen Literaturarchiv (DLA) – eine internationale Tagung in Marbach am Neckar statt: Nachlassbewusstsein. Literatur – Archiv – Philologie. Gefördert wurde die Konferenz von der Fritz-Thyssen-Stiftung, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (aus Mitteln des Leibniz-Preises von Heinrich Detering) sowie vom DLA.

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Das Tagungsprogramm finden Sie unter diesem Link.

Zur Tagung sind Tagungsberichte in der Süddeutschen Zeitung (10. September 2013, S. 14) sowie in der Welt (10. September 2013, S. 24 & Online-Ausgabe) erschienen.

Der ausführliche Tagungsbericht von Uwe Maximilian Korn wurde in der Ausgabe 2/2014 der Zeitschrift für Germanistik publiziert (Download).

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VERÖFFENTLICHUNGEN

Kai Sina / Carlos Spoerhase (Hg.): Nachlassbewusstsein. Literatur, Archiv, Philologie 1750-2000. Göttingen: Wallstein 2017.

Kai Sina / Carlos Spoerhase: „Nachlassbewusstsein. Zur literaturwissenschaftlichen Erforschung seiner Entstehung und Entwicklung“, in: Zeitschrift für Germanistik 3/2013, S. 607-623 [Der Artikel erörtert das Forschungsvorhaben und das zugrunde liegende Konzept des Nachlassbewusstseins in historischer und systematischer Hinsicht. Eine stark gekürzte Zusammenfassung ist erschienen u.d.T. „Zerstörerische Mäuse und unwürdige Verwandte“, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 7. August 2013, S. N5].

Carlos Spoerhase: „Postume Papiere. Nachlass und Vorlass in der Moderne“, in: Merkur. Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken 6/2014, S. 502-511 [Der Essay erörtert das Konzept des Nach- und Vorlasses v.a. im Kontext der Wissenschaftsgeschichte der modernen Philologie].

Kai Sina: „Kafkas Nachlassbewusstsein. Über Autorschaft im Zeitalter des Literaturarchivs“, in: KulturPoetik. Zeitschrift für kulturgeschichtliche Literaturwissenschaft 2/2013, S. 218-235 [Die Fallstudie untersucht das Konzept des Nachlassbewusstseins am Beispiel Franz Kafkas].

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Nähere Informationen zu diesem Forschungsprojekt erhalten Sie von:

Dr. Kai Sina
Georg-August-Universität Göttingen
Seminar für Deutsche Philologie
E-Mail: kai.sina@phil.uni-goettingen.de

Prof. Dr. Carlos Spoerhase
Universität Bielefeld
Germanistische Literaturwissenschaft
E-Mail: carlos.spoerhase@uni-bielefeld.de

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